Pressespiegel
Einige Medienberichte über den Protest und die Folgen. Einen umfangreicheren Pressespiegel aus der Zeit des Gipfels gibt es bei DEM Pressespiegel zum G8 Gipfel 2007 unter
Badespasz.
Badespasz.
01. März 2007
SVZ - Baden erlaubt
Bad Doberan (Thomas Volgmann) • Jürgen Schulz ist sauer. Gerade hat der Kühlungsborner Unternehmer erfahren, dass der G8-Gipfel im benachbarten Heiligendamm seinem Wassersportcenter voraussichtlich Umsatzverluste von mehreren tausend Euro einbringen wird. „Was soll ich machen, das Geld bekomme ich nicht wieder“, sagt er. Schulz gehört der Wassersportbetrieb im Westen Kühlungsborns. Er vermietet unter anderem 14 Angelboote, betreibt ein Charterschiff und gibt Surf- und Segelkurse.
Zur der Informationsveranstaltung zum G8-Gipfel ist der Kühlungsborner bereits mit wenig Hoffnung gekommen. Der Chef der G8-Polizeitruppe Kavala, Knut Abramowski, spricht von umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen und drastischen Einschränkungen. So wird die Ostsee auf einer Uferlänge von 21 Kilometern vom 3. bis 9. Juni gesperrt sein. „Kein Bott darf dort fahren, Ausnahmen gibt es nicht“, sagt Abramowski. Die Sperrzone reicht von Nienhagen bei Rostock bis zur Bugspitze weit hinter Kühlungsborn. Für das Wassersportcenter hat diese Sicherheitsmaßnahme eine sechstägige Zwangspause zur Folge. „Ich werde in dieser Zeit wahrscheinlich mit meinem Kutter irgendwo hinfahren, wo es ruhiger sein wird als hier“, winkt Jürgen Schulz ab.
Weit weg wünschen sich andere Kühlungsborner vermutlich auch, wenn sich vom 6. bis 8. Juni die Staatschefs der acht führenden Industrienationen in Heiligendamm treffen. Denn auf der Informationsveranstaltung machte Abramowski auch auf die besonderen Verkehrsprobleme während des Gipfels aufmerksam: „Wenn tausend Polizeibeamte durch den Ort fahren, bewegt sich sonst nichts mehr auf der Straße.“ Auch in den neuen Yachthafen dürfen Boote weder raus noch rein, weist Abramowski auf weitere Einschränkungen hin. Kühlungsborner und Gäste sollten in der Gipfel-Zeit ihren Personalausweis bei sich haben. Dies gelte insbesondere in der Nähe des Morada Resort Hotel am Ostseestrand, wo das Pressezentrum beheimatet sein wird.
Der Polizeileiter hat aber auch gute Nachrichten mitgebracht. „Baden bleibt erlaubt“, sagt er einem Strandkorbvermieter, der sich sichtlich zufrieden wieder auf seinen Stuhl setzt. Auch die Strandpromenade wird während der Zeit des Gipfels zugänglich bleiben.
Trotzdem haben einige Sommergäste ihren Urlaub in Kühlungsborn bereits storniert, bestätigt der Bürgermeister Rainer Karl gegenüber unserer Redaktion. „Aber wir nehmen’s wie es kommt“, sagt er.
Er könne dem G8-Gipfel ohnehin mehr positive als negative Seiten abgewinnen, meint Karl. Die Bilder von der Ostsee, die während des Gipfels in alle Welt ausgestrahlt werden, würden viele neugierig machen. „Diese Werbung für unsere Region ist unbezahlbar“ , hofft der Bürgermeister.
Quelle:
www.svz.de
Mehr Informationen:
http://www.svz.de
Zur der Informationsveranstaltung zum G8-Gipfel ist der Kühlungsborner bereits mit wenig Hoffnung gekommen. Der Chef der G8-Polizeitruppe Kavala, Knut Abramowski, spricht von umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen und drastischen Einschränkungen. So wird die Ostsee auf einer Uferlänge von 21 Kilometern vom 3. bis 9. Juni gesperrt sein. „Kein Bott darf dort fahren, Ausnahmen gibt es nicht“, sagt Abramowski. Die Sperrzone reicht von Nienhagen bei Rostock bis zur Bugspitze weit hinter Kühlungsborn. Für das Wassersportcenter hat diese Sicherheitsmaßnahme eine sechstägige Zwangspause zur Folge. „Ich werde in dieser Zeit wahrscheinlich mit meinem Kutter irgendwo hinfahren, wo es ruhiger sein wird als hier“, winkt Jürgen Schulz ab.
Weit weg wünschen sich andere Kühlungsborner vermutlich auch, wenn sich vom 6. bis 8. Juni die Staatschefs der acht führenden Industrienationen in Heiligendamm treffen. Denn auf der Informationsveranstaltung machte Abramowski auch auf die besonderen Verkehrsprobleme während des Gipfels aufmerksam: „Wenn tausend Polizeibeamte durch den Ort fahren, bewegt sich sonst nichts mehr auf der Straße.“ Auch in den neuen Yachthafen dürfen Boote weder raus noch rein, weist Abramowski auf weitere Einschränkungen hin. Kühlungsborner und Gäste sollten in der Gipfel-Zeit ihren Personalausweis bei sich haben. Dies gelte insbesondere in der Nähe des Morada Resort Hotel am Ostseestrand, wo das Pressezentrum beheimatet sein wird.
Der Polizeileiter hat aber auch gute Nachrichten mitgebracht. „Baden bleibt erlaubt“, sagt er einem Strandkorbvermieter, der sich sichtlich zufrieden wieder auf seinen Stuhl setzt. Auch die Strandpromenade wird während der Zeit des Gipfels zugänglich bleiben.
Trotzdem haben einige Sommergäste ihren Urlaub in Kühlungsborn bereits storniert, bestätigt der Bürgermeister Rainer Karl gegenüber unserer Redaktion. „Aber wir nehmen’s wie es kommt“, sagt er.
Er könne dem G8-Gipfel ohnehin mehr positive als negative Seiten abgewinnen, meint Karl. Die Bilder von der Ostsee, die während des Gipfels in alle Welt ausgestrahlt werden, würden viele neugierig machen. „Diese Werbung für unsere Region ist unbezahlbar“ , hofft der Bürgermeister.
Quelle:
www.svz.de
Mehr Informationen:
http://www.svz.de






