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Pressespiegel
Einige Medienberichte über den Protest und die Folgen. Einen umfangreicheren Pressespiegel aus der Zeit des Gipfels gibt es bei DEM Pressespiegel zum G8 Gipfel 2007 unter linkBadespasz.
23. August 2007
OZ - G8-Randalierer anhand Kleidung identifiziert
Mit den Aussagen von zwei Zivilpolizisten hat heute der Prozess gegen einen 35-Jährigen begonnen. Er soll bei der Anti-G8-Demonstration im Juni mit einem Stein auf Polizisten geworfen haben.

Rostock (dpa) Ein Bayreuther Polizist sagte aus, er habe den maskierten und mit einer markanten Tarnjacke bekleideten Mann beim Stadthafen beobachtet, wie er zunächst einen Bierbecher und später einen faustgroßen Stein in Richtung Polizei warf. Während der Becher einen etwa zehn Meter entfernt stehenden Polizisten getroffen habe, habe der Stein sein Ziel verfehlt. Der Angeklagte wollte sich nicht zur Sache äußern.
Der Polizist sagte aus, er habe nie das Gesicht des Angeklagten oder dessen Haare gesehen. Er habe ihn zeitweise aus den Augen verloren, aber später immer wieder gesehen. „Die Person ist so markant gewesen (...), die vergisst man nicht“, sagte er. Dafür sei er ausgebildet.

Der zweite, ebenfalls aus Bayreuth stammende Polizist, hatte die Tat selbst nicht verfolgt. Diese sei ihm von seinem Kollegen geschildert worden. Er zeigte sich im Gericht sehr zögerlich, als es um die Identifizierung der Tarnjacke ging. Auch konnten sich beide Polizisten nicht an die zerrissene Hose erinnern, die der Angeklagte nach Angaben des Richters getragen haben soll. Der Prozess wird am kommenden Donnerstag mit der Aussage des Polizisten fortgesetzt, der den Angeklagten festgenommen hatte.

Am Rande einer großen und zunächst friedlich verlaufenen Demonstration gegen den G8-Gipfel mit mehreren zehntausend Menschen war es zu einer Straßenschlacht zwischen rund 2000 militanten Autonomen und der Polizei gekommen. Dabei waren mehrere hundert Menschen leicht verletzt worden, einige mussten in Kliniken behandelt werden.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Peter Lückemann handelt es sich bei dem Verfahren um den zunächst letzten Prozess im Zusammenhang mit den Protesten gegen den G8-Gipfel. Die ersten zehn Prozesse endeten mit Freiheitsstrafen, teils mit, teils ohne Bewährung. Das höchste Strafmaß lautete auf zehn Monate Haft ohne Bewährung. Die Staatsanwaltschaft habe bislang 718 Verfahren bearbeitet, 35 Prozent endeten mit Sanktionen wie Strafbefehle.

Lückemann geht davon aus, dass durch die derzeit noch laufende Videoauswertungen rund 2000 weitere Verfahren dazukommen werden. Im ersten Quartal 2008 sollen alle Verfahren beendet sein.

Mehr Informationen: linkhttp://www.ostsee-zeitung.de/online-extras_zusatzinfo.phtml?Param=DB-Beitrag&ID=29936