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Pressespiegel
Einige Medienberichte über den Protest und die Folgen. Einen umfangreicheren Pressespiegel aus der Zeit des Gipfels gibt es bei DEM Pressespiegel zum G8 Gipfel 2007 unter linkBadespasz.
28. Februar 2007
NNN - Sorge um ein Stadtviertel
(undi) • Rostock Als Eva-Maria Hennings in diesen Tagen die NNN aufschlug, war sie sehr überrascht: Dort stand, dass Oberbürgermeister Roland Methling, die Genehmigung gegeben hat, auf der Sportanlage in Marienehe, An der Jägerbäk, 500 G8-Gegner unterzubringen. Und die grenzt genau an ihre Wohnsiedlung.

„Davon haben wir Anwohner nichts gewusst“, sagt die Frau aus dem Rahnstädter Weg. „Das ist doch ein Unding, dass wir bei Entscheidungen, die uns betreffen, außen vor gelassen werden. Das hat doch nichts mit Demokratie zu tun. Schließlich sind G8-Gegner in der Vergangenheit durch Ausschreitungen auffällig geworden“, sagt die 58-Jährige empört. Seit einiger Zeit engagiert sich Hennings, die schon seit 1980 in dem Stadtteil wohnt, in der Bürgerinitiative Alt-Reutershagen.

Auch Manfred Krenz, ebenfalls Mitglied der Initiative, sorgt sich ernsthaft um sein Viertel: „Hier leben etwa 2500 vorwiegend ältere Menschen. Wer kümmert sich um deren Sicherheit? Wer kommt für eventuelle Schäden auf? Wie ist der Transport der G-8-Gegner organisiert?“ Alles Fragen, die bisher unbeantwortet sind.

Auch der Verband der Gartenfreunde kann die Wahl der Sportanlage in Marienehe nicht nachvollziehen: „Uns ist unverständlich, wie dieser Standort für die Unterbringung von G8-Gegnern durch Sie genehmigt werden konnte, zumal es sich um ein völlig unübersichtliches, für die Sicherheitskräfte nicht zu kontrollierendes Gelände handelt“, schrieb Dieter Steffens, Vorsitzender des Verbandes, am 19. Februar in einem Brief an den Oberbürgermeister.

„Diese Haltung: Überall, nur nicht bei uns“, versteht Ulrich Kunze, Pressesprecher der Hansestadt, nicht. „Der Sportplatz befindet sich nicht einmal inmitten eines Wohngebietes“, antwortet er auf die Vorwürfe. Letztendlich aber müssten Flächen gewählt werden, denn in Parks oder Dünen campende Demonstranten nützten auch niemandem. „Wir wollen keinen Krach machen, wir wollen nur konkrete Antworten“, sagt Eva-Maria Hennings. Die kann die Stadt derzeit nicht geben, da das Unterbringungs-Konzept noch in Planung ist. Diese Woche soll die Entscheidung fallen, welche Flächen den Demonstranten tatsächlich zur Verfügung gestellt werden. „Wir versuchen dabei, die Belange aller zu berücksichtigen, damit sich niemand auf den Schlips getreten fühlt“, so Kunze.

Mehr Informationen: linkhttp://www.svz.de